Eine Saison voller Zusammenhalt und Herz

Zu Beginn des Jahres hat sich unsere weibliche U12 erstmal neu sortiert – wie jedes Jahr sind die Älteren weitergezogen und dafür sind die Jüngeren nachgerückt. In dieser neuen Konstellation ging es dann direkt zum Drumbo-Cup nach Erlangen, wo sich die Mädels gleich richtig gut präsentiert haben. Da war schon zu spüren: In diesem Team steckt etwas.

Die Feldsaison selbst war dann erstmal eher zäh. Die neuen Spielzeiten über eine Stunde waren für alle ungewohnt und auch von der Anzahl her hat es bei uns eigentlich nie ganz gereicht – die Unterstützung aus der U10 war also von Anfang an fest eingeplant. Umso schöner war es zu sehen, wie gut das funktioniert hat und wie selbstverständlich die Jüngeren Teil der Mannschaft geworden sind. Spielerisch war es dann oft ähnlich: Wir waren lange gut drin, teilweise sogar die bessere Mannschaft, haben uns Chancen erspielt – aber vorne wollten die Tore einfach nicht so richtig fallen. Und hinten raus wurde es dann oft knapp oder die Kräfte gingen aus. So haben wir viele Spiele verloren, die sich eigentlich nicht so angefühlt haben. Umso größer war dann die Freude im letzten Spiel, als es um den letzten Platz ging – dass wollten die Mädels unbedingt gewinnen. Die Freude über diesen Sieg, sagt eigentlich alles: Trotz der vielen Niederlagen ist da eine richtig großartige Mannschaft zusammengewachsen.

Ein echtes Highlight war im Sommer das JÜT in Karlsruhe. Bei extremer Hitze ging es da weniger um Ergebnisse, sondern vor allem ums Zusammensein. Viel Wasser, viel Lachen, viel Hockey – einfach ein richtig schönes Teamevent. Nach der Feldsaison ging es dann noch zum Hallenvorbereitungsturnier nach Bad Kreuznach. Auch dort haben sich die Mädels – ähnlich wie schon in Erlangen – im guten Mittelfeld eingeordnet, aber vor allem als Team nochmal einen Schritt gemacht.

In der Halle hat man dann schnell gemerkt, wie viel aus den Monaten davor hängen geblieben ist. Das Zusammenspiel wurde besser, die Abläufe klarer und auch das Selbstvertrauen war ein ganz anderes. Und plötzlich lief es einfach. Die Spiele waren spannend, oft eng, aber die Mädels haben richtig stark gespielt und sich das alles Stück für Stück erarbeitet.

Am letzten Spieltag, den Final Four, wurde es dann nochmal richtig intensiv – und auch emotional. Und als dann feststand, dass es für den Vizemeistertitel in der Oberliga gereicht hat, war die Freude riesig. Die Silbermedaillen um den Hals, strahlende Gesichter – und das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erreicht zu haben. Das war einfach absolut verdient!

Ein riesengroßer Anteil daran geht an Melle. Mit unglaublich viel Geduld, Herz und einem guten Gespür für die Mannschaft hat sie die Mädels durch die ganze Saison begleitet – gerade auch durch die nicht immer einfache Feldrunde. Sie hatte die Mädels immer gut im Griff und hat es geschafft, jede einzelne weiterzubringen. Im Training wurde sie dabei immer von Jürgen unterstützt, der mit großem Engagement dabei war – auch ihm ein herzliches Dankeschön. Umso schöner war es dann zu sehen, wie sich diese gemeinsame Arbeit in der Halle ausgezahlt hat.

Und genau das macht dieses Team aus: Anouk hält hinten den Kasten dicht, Jasi steht in der Abwehr wie ein Brett. Nairi zockt sich mit Leichtigkeit durch die Gegner, Melissa ist bei Ecken zur Stelle. Sophie ist immer motiviert, Charlotte immer anspielbar und auf Lija ist sowieso immer Verlass. Leonie, unsere Tormaschine, bringt einen Ehrgeiz mit, der nicht aufhört, und wenn Greta den Ball hat, wird es schnell – richtig schnell.

Und dann sind da noch die Eltern – immer dabei, immer unterstützend, egal ob draußen oder in der Halle. Ohne euch wäre das alles so nicht möglich.

Zum Schluss möchten wir uns auch bei Frida bedanken, die uns während der Saison leider verlassen hat – danke für deinen Einsatz! Und auch Nairi wird den Verein wechseln. Wir wünschen dir von Herzen alles Gute und nur das Beste für deinen weiteren Weg. Wir werden dich vermissen – und hoffen, dass wir uns nicht nur auf dem Feld wiedersehen.

Am Ende war es eine Saison, die vielleicht nicht perfekt gestartet ist, aber genau dadurch gezeigt hat, was in dieser Mannschaft steckt.

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